Der Ghetto Swinger

Produktion HAMBURGER KAMMERSPIELE
www.hamburger-kammerspiele.de
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Der Ghetto Swinger an den Hamburger Kammerspielen, mit Heen Schneider, Konstantin Moreth, Robin Brosch, Christoph TomanekChristoph Kähler, Karsten Schnack, Jonathan Wolters, Regie Gil Mehmert
Der Ghetto Swinger an den Hamburger Kammerspielen, mit Heen Schneider, Konstantin Moreth, Robin Brosch, Christoph TomanekChristoph Kähler, Karsten Schnack, Jonathan Wolters, Regie Gil Mehmert
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Informationen

Abonnemente
A & B / Freier Verkauf
Spieldauer
2 Stunden inkl. Pause

Inszenierung

Regie
Gil Mehmert
Bühnenbild
Beatrice von Bomhard
Musik
Karsten Schnack

Es spielen

Konstantin Moreth
Helen Schneider
Robin Brosch
Peter Imig
Christoph Kähler
Christoph Tomanek
Jonathan Wolters

Aus dem Leben des Jazzgitarristen Coco Schumann

«Wegen Ella Fitzgerald bin ich Musiker geworden
Coco Schumann

Musikalisches Schauspiel mit der US-Gesangslegende Helen Schneider

Das Leben des Jazzgitarristen Coco Schumann greift das musikalische Schauspiel «Der Ghetto Swinger» auf. Mit von der Partie ist keine Geringere als die bekannte Interpretin Helen Schneider. Coco Schumann überlebte dank der Musik mehrere Konzentrationslager. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zu einem der bekanntesten Jazzmusiker in Deutschland.

«Wegen Ella Fitzgerald bin ich Musiker geworden», sagt der 1924 in Berlin geborene Heinz Jakob «Coco» Schumann. Seine Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Er bringt sich selbst Gitarre und Schlagzeug bei. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen «Swing-Kids», Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellen. Und plötzlich findet Coco sich im Konzentrationslager Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der «Ghetto-Swingers». In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und der SS-Bewacher um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn die Möglichkeit, das Konzentrationslager zu überleben.

Chuzpe, Glück, Zufälle, die Musik oder ein Schutzengel? Vielleicht hatte Coco Schumann von allem etwas. Als er nach dem Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder auftreten, und er nimmt eine Gitarre und beginnt ebenfalls zu spielen…

«Morgens stand in grossen Lettern unter meinem Konterfei in einer bekannten Tageszeitung: ‚Coco Schumann: Das schreckliche Leben einer Jazz-Legende’! Aber das stimmt nicht. Nein, mein Guter, sage ich angesichts des hellen Planeten, wild und bunt lief es, manchmal zu lang und immer zu kurz, das Leben hat sich unglaublich böse und entsetzlich schön gezeigt. Nur eines war es mit Sicherheit nicht: schrecklich«, resümiert Coco Schumann. 1989 wurde er für seine Verdienste um die Musik, für sein grosses aufklärerisches Engagement als Zeitzeuge und nicht zuletzt für seine Autobiografie «Der Ghetto Swinger – Eine Jazzlegende erzählt» mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse geehrt.

Helen Schneider, US-Gesangslegende, Musicalstar, Schauspielerin, Jazz-Lady, «DIVA»-Preisträgerin… Die Liste liesse sich bequem noch fortsetzen, denn Helen Schneider ist eine der wandlungsfähigsten und spannendsten Sängerinnen unserer Zeit. In den 80er Jahren hatte die Künstlerin mit der markanten Stimme mit «Rock ’n’ Roll Gipsy» und «Shadows of the Night» grosse Hits. Später wurde sie zur gefeierten Musicaldarstellerin, unter anderem in Produktionen wie «Cabaret», «Evita» oder «Sunset Boulevard».

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