Terror

von FERDINAND VON SCHIRACH · EURO-STUDIO LANDGRAF
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6 Johannes Brandrup_Copyright_Bernd Boehner
3 Annett Kruschke_Copyright_Bernd Boehner
9 Christoph Schlemmer_Copyright_Bernd Boehner

Informationen

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A & B / Freier Verkauf
Spieldauer
2 Stunden 30 Minuten inkl. Pause

Inszenierung

Regie
Thomas Goritzki
Ausstattung
Heiko Mönnich

Es spielen

Johannes Brandrup
(als vorsitzender Richter)
Christian Meyer
Christoph Schlemmer
Annett Kruschke
Peter Donath
Tina Rottensteiner

Major Lars Koch, Kampfjetpilot der Bundes- wehr, steht vor Gericht. Angeklagt ist er des 164-fachen Mordes. Was ist passiert?

Am 26. Mai 2013 erhält Koch den Befehl, einen vollbesetzten, von Terroristen gekaper- ten Airbus vom Kurs abzudrängen, was ohne Erfolg bleibt. Ziel der Terroristen ist es, den Airbus in die ausverkaufte Münchner Allianz-Arena stürzen zu lassen, in der 70‘000 Zuschauer dem Länderspiel Deutsch- land-England entgegen ebern. Lars Koch entscheidet sich eigenmächtig, das Passagier- ugzeug abzuschiessen, um die Fussballfans zu retten. Alle 164 Airbus-Insassen sterben. Ist Koch schuldig, weil er 164 Menschen zum Objekt gemacht hat und damit deren Rechte und Menschenwürde verletzte?

Darüber wird das Publikum urteilen. Jeder Zuschauer darf in der Pause abstimmen, ob Lars Koch unschuldig ist oder schuldig gesprochen werden soll. Plädiert der überwie- gende Teil des Publikums für SCHULDIG, wird die Schuldig-Variante gespielt, hält die Mehrheit Lars Koch für UNSCHULDIG, kommt diese Begründung des Richterspruchs zur Aufführung.

«Terror» ist das erste Theaterstück des ehema- ligen Strafverteidigers und Bestsellerautors Ferdinand von Schirach. Darf ein Mensch töten, um andere zu retten? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein an- deres, vermeintlich kleineres Unheil abzu- wehren? Ist die Entscheidung von Lars Koch moralisch vertretbar oder nicht?

Ferdinand von Schirach gelingt es, die Zu- schauer durch seinen suggestiven Gerichts- thriller gleichzeitig zu emotionalisieren und zum Nachdenken darüber zu verführen, wie sie in einem ähnlichen moralischen Dilemma entschieden hätten.

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