Melnitz

Produktion wk kulturwerk/Walter Küng, Baden. Koproduktion: Kurtheater Baden
www.wk-kulturwerk.com
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Informationen

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A &B / Freier Verkauf
Spieldauer
2 Std. 30 Min. inkl. Pause

Inszenierung

Regie & Stückfassung
Adriana Altaras & Wolfgang Böhmer
Bühne
Jörg Reinhard Zielinski
Musik & Stückfassung
Wolfgang Böhmer
Kostüme
Yashi Tabassomi

Es spielen

Verena Buss
Agota Dimèn
Sebastian Edtbauer
Peter Kaghanovitch
Walter Küng
Sabine Martin
Reinhold G. Moritz
Sina Ebell
Florian Steiner

Der Viehhändler Salomon Meijer lebt mit Frau, Tochter und Ziehtochter in Endingen. 1871 steht unerwartet ein entfernter Verwandter – Mischpoche! – vor der Tür: der aus dem Elsass stammende Janki Meijer. Janki bleibt, und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Er gründet bald einen Stoffhandel und später ein Kaufhaus in Baden und heiratet Salomons angenommene Tochter Chanele. Salomons leibliche Tochter Mimi zieht es mit ihrem Gatten, dem Schächter Pomeranz, ins ferne, grosse Zürich, wo sich Ende des 19. Jahrhunderts nun auch Juden ansiedeln durften. Und über der Familie Meijer und ihrer Geschichte schwebt, wie ein wissender griechischer Chor, der längst verstorbene Onkel Melnitz. Dieser personifizierte Geist kommentiert das Geschehen, lobt und tadelt die Handlungen seiner Figuren und hält ihnen und uns mit Tiraden und zynischem Humor den Spiegel vor.

«Vergessen? Sie vergessen nichts. Die Wahrheit vielleicht, aber nicht die Lügen.» Melnitz

Hintergrund
In dieser Familiengeschichte spiegelt sich das politische Bild Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Trotz des zugrundeliegenden Pessimismus ist der Grundton voller Gelassenheit und Humor. Anhand ganz individueller Begebenheiten – Liebes- wie Leidensgeschichten – wird die Historie des Judentums in der Schweiz erzählt.

Antisemitismus oder die Abstimmung zum Schächtverbot, die Flüchtlingswellen aus dem europäischen Osten, der erste Weltkrieg, das Aufkommen des Nationalsozialismus – all diese Themen offenbaren sich in den Geschichten der Protagonisten der vier Generationen. So erlebt die Familie exemplarisch das Geschehen in der grossen, weiten Welt.

Charles Lewinskys Chronologie einer jüdischen Familie in der Schweiz war ein echter Überraschungserfolg. Und dies nicht nur auf dem hiesigen Buchmarkt, auch international stand das Buch mehrfach auf den Bestsellerlisten. Die Kritiken waren hymnisch. «Um es gleich zu sagen: Das ist ein herausragender Roman, von einer Qualität, wie man sie in der hiesigen Literatur nur sehr selten antrifft. Er erzählt am Beispiel einer weitverzweigten Familie die Geschichte der Juden in der Schweiz zwischen 1871 und 1937. Aber was heisst hier erzählt: Charles Lewinsky stellt sie in aller das Lachen wie das Leiden umfassenden Lebendigkeit vor uns hin. Und ist in seiner Kunst, seinen Figuren und Themen, seiner Menschlichkeit, ja seiner Liebe so reich, dass man kaum weiss, wo mit Loben beginnen.», schrieb Peter Rothenbühler in der NZZ.

Für die Theaterbühne scheinen Lewinskys Figuren wie geschaffen. Und wo sonst sollte eine Uraufführung stattfinden als in Baden, unweit der Aargauer Dörfer Lengnau und Endingen, Ausgangs-, Dreh- und Angelpunkte der Geschichte? Und so schrieb die Regisseurin Adriana Altaras, unterstützt von Wolfgang Böhmer, eine Bühnenfassung von «Melnitz”.

http://www.theatergemeinde.ch/wp-content/uploads/2013/10/AZ-15.10.2013-Interview-mit-Adriana-Altaras-Regie.pdf

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