Scherben

Ernst Deutsch Theater, Hamburg
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A & B / Freier Verkauf
Spieldauer
2 Stunden inkl. Pause

Inszenierung

Regie
Yves Jansen
Ausstattung
Peter Schmidt

Es spielen

Henry Arnold
Steffen Gräbner
Frank Jordan
Jasmin Wagner
Isabella Vértes-Schütter

Brooklyn, 1938: Sylvia Gellburg lebt ein unauffälliges Leben an der Seite ihres erfolgreichen Mannes Phillip. Die amerikanische Jüdin ist von einer geheimnisvollen Lähmung der Beine befallen, für die es keinen körperlichen Befund gibt. Doktor Harry Hyman, der von Sylvias Mann hinzugezogen wird, versucht die Ursache für die Paralyse zu ergründen. Liegt sie, wie Philip annimmt, in der Besessenheit seiner Frau mit den Schrecken der Berliner Kristallnacht begründet? Oder steht sie im Zusammenhang mit seiner eigenen zwiespältigen Haltung zum Judentum und mit der sexlosen und bitteren Ehe, die das Paar seit 20 Jahren führt?

Dr. Hyman forscht weiter. Was er da entdeckt, ist überraschend: Der Konflikt mit dem Ehemann, Phillips Minderwertigkeitsgefühle aufgrund seiner jüdischen Herkunft, kommt ebenso ans Licht wie der Versuch, sich gesellschaftlich anzupassen. Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Vernachlässigung, Verletzungen und unerfüllte Wünsche – vieles an Lebensfreude ist zu Bruch gegangen. So werden am Ende nicht nur private Schäden offenbar. «Scherben» sind das, was übrig bleibt, wenn ein Lebensentwurf zusammenfällt. Oft fängt alles mit einem scheinbar kleinen Splitter an.

Arthur Miller analysiert mit Schärfe und grosser Sympathie für seine Figuren die fatalen Auswirkungen des verzweifelten Versuchs der Anpassung, Verdrängung und Überkompensation aus Angst. Arthur Miller gilt als der wichtigste Dramatiker der USA. In seinem letzten Meisterwerk «Scherben» beschreibt er die Angst, in der Gesellschaft nicht bestehen zu können und die Auswirkungen der Verdrängung der eigenen Identität.

 

 

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