Endstation Sehnsucht

in Koproduktion mit dem THEATER WINTERTHUR, Premiere 22. Oktober 2015
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Informationen

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A & B / Freier Verkauf
Spieldauer
ca. 2 Stunden

Inszenierung

Regie
Barbara-David Brüesch
Bühne
Corinne L. Rusch
Kostüme
Heidi Walter

Es spielen

Katharina von Bock
Miriam Wagner
u. a.

«Elysische Gefi lde» lautet die Adresse einer Zweizimmerwohnung in einem heruntergekommenen Stadtteil von New Orleans. Bewohnt wird sie von Stanley Kowalski, einem polnischen Einwanderer und seiner Frau Stella, die aus einer alten Südstaaten-Familie stammt. Die Ehe der beiden wird durch eine starke erotische Anziehung zusammengehalten, die sich aber mit dem plötzlichen Auftauchen von Stellas Schwester Blanche als konfl iktanfällig erweist. Blanche erscheint im proletarischen Milieu, das von Stanley und seinen Pokerfreunden geprägt wird, wie eine verblühende exotische Blume, die den Duft längst vergangener Zeiten verströmt. Sie kann den Verlust der aus Geldnot verkauften Familienplantage Belle Rêve nicht überwinden und geht Stanley auf die Nerven mit ihrem ständigen Bemühen, in der engen Wohnung der Kowalskis den Lebensstil des alten Südens einzuführen. In der brütenden Hitze eskaliert der Konfl ikt. Brutal entlarvt Stanley Blanche als alkoholabhängige Nymphomanin, die in ihrer Heimatstadt den Job als Lehrerin verloren hat. Die Strassenbahn namens «Sehnsucht», deren Geräusche den Rhythmus des Stückes bilden, ist an der Endstation angekommen, und Williams Figuren entfernen sich nach dem Aussteigen in unterschiedliche Richtungen.

Tennessee Williams wusste bis kurz vor Fertigstellung des Stücks nicht, wie er es nennen sollte. Er erinnerte sich dann an die «desire line», eine in den frühen Fünfziger Jahren aufgegebene Strassenbahnlinie in New Orleans, deren Endstation sich «desire» (dt. «Verlangen, Sehnsucht») nannte. Das gefi el ihm so gut, dass er das Stück nach der Strassenbahnlinie benannte. Der Originaltitel lautet: «A Streetcar Named Desire». Mit der Rolle des Stanley Kowalski, den er zunächst im Theater auf dem Broadway spielte, begründete Marlon Brando anlässlich der kongenialen Verfi lmung von Elia Kazan (1951, mit Vivien Leigh als Blanche) seinen Weltruhm.

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